Huldigung


Huldigung
Hommage

* * *

Hụl|di|gung 〈f. 20
1. 〈urspr.〉 feierlicher Treueid
2. heute; geh.〉 Ausdruck der Hochachtung, Verehrung
● jmdm. seine \Huldigung darbringen

* * *

Hụl|di|gung, die; -, -en:
1. (früher) Treuegelöbnis eines Untertanen gegenüber einem Landesherrn.
2. (geh.) das Huldigen (2); Ehrung; Zeichen der Ehrerbietung:
-en entgegennehmen.

* * *

Huldigung,
 
Rechtsgeschichte: der Treueeid der Untertanen. Im Fränkischen Reich wurde die Huldigung nicht nur nach der Thronbesteigung, sondern auch bei anderen Anlässen gefordert und durch Grafen oder Königsboten dem Volke abgenommen. Im Deutschen Reich des Mittelalters verlor die Huldigung an Bedeutung; der König begnügte sich mit dem persönlichen Eid der Fürsten und Reichsstädte. In den Territorien hingegen wuchs die Bedeutung der Huldigung. Im landständischen Staat begründete sie ein Vertragsverhältnis zwischen Landesherrn und Ständen. Im Verfassungsstaat des 19. Jahrhunderts kam die allgemeine Huldigung außer Gebrauch; an ihre Stelle trat die Vereidigung der Volksvertretung, der Beamten und des Heeres.

* * *

Hụl|di|gung, die; -, -en: 1. (früher) Treuegelöbnis eines Untertanen gegenüber einem Landesherrn: Die Wittelsbacher dagegen erkannten ihn als deutschen König an, leisteten ihm H. (Feuchtwanger, Herzogin 94). 2. das Huldigen (2); Ehrung; Zeichen der Ehrerbietung: eine H., -en entgegennehmen, darbringen.

Universal-Lexikon. 2012.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Huldigung — Huldigung …   Deutsch Wörterbuch

  • Huldigung — Huldigung, die Handlung des Unterthanen, durch welche er sein Unterthanenverhältniß zum Landesherrn anerkennt u. diesem bei seinem Regierungsantritt Treue u. Gehorsam eidlich (durch den Huldigungseid) gelobt. Die H. ist entweder solenn, wo der… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Huldigung — (Erbhuldigung) ist die feierliche Leistung eines Eides (Huldigungs , Staatsbürger , Untertaneneid), durch den insonderheit die männlichen Untertanen dem Landesherrn Treue und Gehorsam versprechen. Nur in einigen deutschen Staaten ist dieser… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Huldigung — Huldigung, die eidliche Gelobung der Treue u. des Gehorsams von Seite der Unterthanen gegen den Landesherrn …   Herders Conversations-Lexikon

  • Huldigung — ↑Adoration, ↑Hommage, ↑Ovation …   Das große Fremdwörterbuch

  • Huldigung — Bei der Huldigung (lat. Homagium) handelt es sich um ein ritualisiertes Treueversprechen mit zentraler Bedeutung für das mittelalterliche Lehnswesen. Der Lehnsnehmer war verpflichtet, seinem Lehnsherrn in einem offiziellen Akt Gefolgschaft und… …   Deutsch Wikipedia

  • Huldigung — Anerkennung, Auszeichnung, Belobigung, Dekorierung, Ehrerweisung, Laudatio, Lob, Lobrede, Prämierung, Preis, Ruhm, Verleihung, Würdigung; (schweiz.): Belöhnung; (geh.): Ehrerbietung, Preisung; (bildungsspr.): Ovation; (dichter.): Lobpreis,… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Huldigung — Hụl|di|gung …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Huldigung der Künste — Die Huldigung der Künste ist ein dramatisches Gedicht von Friedrich Schiller. Es wurde zu Ehren der Erbprinzessin Maria Paulowna, Tochter des russischen Zaren, am 12. November 1804 in Weimar uraufgeführt und ist das letzte dramatische Werk… …   Deutsch Wikipedia

  • Huldigung, die — Die Huldigung, plur. die en, von dem Zeitworte, die Leistung des Eides der Treue, so fern sie von Unterthanen geschiehet. Die Unterthanen zur Huldigung auffordern. Die Huldigung leisten. Daher der Huldigungseid, die Huldigungsmünze, welche bey… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.